Trio con Corno
Heike Rügert - Klarinette
Heiner Krause - Waldhorn
Carl Wolf - Klavier
Werke von Lessel, Strauß, Poulenc & Reinecke
Horn, Klarinette und Klavier haben viele Zuhörer ins Konzert nach Efringen-Kirchen gelockt. Neben der seltenen Trio-Besetzung war auch das Programm besonders.
Mit einer ungewöhnlichen Kammermusik-Besetzung wurde in der Reihe der Kammerkonzerte Efringen-Kirchen in der Alten Schule ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von
Franciszek Lessel, Franz Strauss, Francis Poulenc und Carl Reinecke präsentiert. Wie der Veranstalter berichtet, kamen trotz des schönen Frühlingswetters zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer, um die
selten gespielten Werke und die in der Region bekannten Musikerinnen und Musiker Heike Rügert (Klarinette), Heiner Krause (Horn) und Carl Wolf (Klavier) zu
erleben.
Den Auftakt bildete der erste Satz aus dem „Grand Trio op. 4“ von Franciszek Lessel. Hier konnte Pianist Carl Wolf mit souveräner und differenzierter Technik den Hauptpart übernehmen
und Klarinette sowie Horn in das musikalische Zusammenspiel einbinden. Im Anschluss stand die „Romance“ von Franz Strauss auf dem Programm, in der das Publikum laut Veranstalter den gesanglich warmen
Ton von Hornist Heiner Krause genießen konnte. Die Musik zeichnete sich durch große Melodiebögen aus und lud zum Zurücklehnen ein.
Einen deutlichen Kontrast dazu bot die Sonate von Francis Poulenc, deren drei Sätze als frech, abwechslungsreich und farbig beschrieben wurden. Heike Rügert überzeugte hier mit
musikalischer Qualität und Virtuosität, begleitet von Carl Wolf am Klavier. Beide wurden mit einem Sonderapplaus bedacht, wie aus der Mitteilung
hervorgeht.
Nach der Pause folgte das Trio für Horn, Klarinette und Klavier op. 274 von Carl Reinecke. Das Werk stellte laut Veranstalter hohe Anforderungen an alle drei Musiker und verlangte
präzises Zusammenspiel sowie technische Souveränität. Das Ensemble überzeugte auf der ganzen Linie und entwickelte eine große Spielfreude. Das Publikum wurde davon sichtlich angesteckt und forderte
eine Zugabe, die mit einer Bearbeitung des „Entertainer“ von Scott Joplin endete. Im Anschluss lud Heiner Krause das Publikum im Sinne der Veranstalter zu einem Umtrunk mit Wein und Käse in den
Museumskeller ein.